offspace woodquarter

 
Abseits der Wiener Metropole, eingebettet in die wunderschöne Natur- und Kulturlandschaft des Waldviertels, findet der „offspace woodquarter“ einen Projektraum für zeitgenössische Kunst, welcher sich, wie das „Grafikkabinett Erich Steininger“ ebenso in der alten Volksschule befindet. Dieser ist einerseits mit der Region, andererseits mit nationalen und internationalen Positionen verbunden.
Die Eröffnungsausstellung „project #1“ umfasste aufstrebende und renommierte Künstler:innen in den Medien Malerei, Holzschnitt, Zeichnung, Skulptur und Textiles. Einige von ihnen hatten bereits Ausstellungen im „Grafikkabinett Erich Steininger“ in Kirchbach und wurden im Dialog mit Erich Steiningers künstlerischem Werk präsentiert.
 
 
 
 
 
project #1 2022
 
kuenstler:innen
Herbert Brandl – Lena Göbel – Flora Hauser – Heti Prack – Hubert Scheibl – Katarina Spielmann – Walter Vopava
 
 
project #2 
 
file:///Users/floriansteininger/Downloads/Tone%20Fink%20kirchbach%20pressetext-24%20(3).pdf
 
https://friedlundschmatz.at/lust-auf-niederoesterreich-magazin/
 
file:///Users/floriansteininger/Downloads/_LUSTAUFNOE_2024%20RZ_WEB_komp%20Kopie.pdf
 
Kontakt:
Barbara Steininger-Wetzlmair
bwetzlmair@gmail.com
0043 (0) 6606365980

project #3

project #4

SAFFI ADLER

I’m in your house right now

Saffi Adlers Videoarbeit kreist um die verlassene Siedlung Grötschn im Waldviertel und verbindet diesen Ort mit dem Konzept der „compartmentalization“ – dem Trennen und Abspalten, entlehnt aus Lost Highway. Diese Bewegung wird in die Landschaft übersetzt: Der Wald erscheint zugleich als Ressource und als undurchsichtiger, ambivalenter Raum.

Doch die vermeintliche Trennung zwischen Mensch und Natur erweist sich als porös. Wir sind materiell und existenziell mit dem Wald verflochten – ebenso wie die Gebäude der Siedlung, die aus ihm hervorgegangen sind und in ihn zurückkehren. Das Haus wird hier zum durchlässigen Körper, nicht zum abgeschlossenen Container.

Adlers Arbeit reflektiert diese Logik der Abgrenzung auch im größeren Maßstab, etwa im Umgang mit der Klimakrise, wo globale Zusammenhänge in scheinbar getrennte Verantwortlichkeiten zerlegt werden. Der sichtbare Verfall der Siedlung verweist dabei auch auf unsere eigene Vergänglichkeit – nicht als Bedrohung, sondern als Teil eines gemeinsamen Prozesses.

In der Bildsprache verschwimmen die Grenzen zwischen Innen und Außen. Unschärfen und Überlagerungen machen sichtbar, dass jedes Ordnungssystem Bereiche hervorbringt, die sich seiner Kontrolle entziehen – und gerade darin neue Verbindungen eröffnen.